Kastration
Aus Katzen-Lexikon
Die Kastration wird heute routinemäßig in jeder Tierarztpraxis an Katern und Katzen durchgeführt. Bei einem Kater werden dabei die Hoden entfernt, bei einer Katze die Eierstöcke.
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optimaler Zeitpunkt
Auch der Zeitpunkt sollte stimmen. Was dies betrifft so scheiden sich hier die Geister, denn Meinung und Erfahrung der Katzenhalter gehen hier sehr weit auseinander. Manche Züchter und auch Tierschutzorganisationen kastrieren schon ab etwa dem 2.-3. Lebensmonat, andere wiederum haben diesbezüglich eher Bedenken und zwar aus folgendem Grund: Eine verfrühte Kastration könnte enorme Konsequenzen mit sich bringen, wie beispielsweise schlechtere Entwicklung, besonders was den Knochenbau betrifft, oder katzenuntypische Verhaltensweisen. Zu bedenken ist natürlich auch die Narkose in dem Alter. Es gibt auf beiden Seiten die unterschiedlichsten Erfahrungen. Fakt jedoch ist, dass weder Kater noch Katze erste geschlechtstypische Verhaltensweisen wie Markieren oder Rolligkeit an den Tag legen müssen, ehe sie kastriert werden können. Dafür ist keine Geschlechtsreife nötig, ebenso wenig muss eine Katze einen Wurf Kitten gehabt haben, bevor man sie kastrieren "darf". Der Tierarzt sollte hier den individuellen Zeitpunkt bestimmen; manche Katzen sind schon früher dazu bereit, andere erst später. Kastrationen werden gewöhnlicherweise zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat durchgeführt, je nach Geschlecht. Zeigen sich jedoch geschlechtstypische Verhaltensweisen wie z.B. Markieren oder Rolligkeit, ist die Katze längst alt genug für eine Kastration. Nach der Kastration kann sich das betroffene Tier weder fortpflanzen noch hat es die geschlechtstypischen Triebe (da keine Hormone mehr hergestellt werden).
Vorteile und Tierschutz
Eine Kastration hat für das Tier nur Vorteile.
- Zum einen unterliegt das Tier nicht mehr den hormonellen Trieben wie beispielsweise die Rolligkeit bei weiblichen Katzen, die für die Tiere in der Regel eher Qual als Freude sind. Im Extremfall kann es auch zu einer Dauerrolligkeit kommen.
- Ebenso sind auch gesundheitliche Vorteile zu sehen, da z.B. einige typische Krebserkrankungen an den Geschlechtsorganen weitestgehend ausgeschlossen werden können.
- Zudem können durch den Geschlechtsakt auch einige schwere Infektions Krankheiten (z.B.: FIV, FIP u.a.) übertragen werden. Das Risiko einer Ansteckung auf diesem Übertragungsweg ist durch die Kastration auch genommen.
- Auch das Verhalten der meisten Katzen verändert sich positiv nach einer Kastration. Viele Kater werden anhänlicher und schmusiger und vor allem bei Freigängern werden die Streifzüge kürzer. Wodurch sich auch das Risko von Unfällen minimiert.
- Und vor allem für den Tierschutz ist eine Kastration unerlässlich. Denn solange genug Katzen in den Tierheimen und bei den Tierschutzorganisationen bereits ein Zuhause suchen besteht kein Grund aktiv zur Katzenvermehrung beizutragen.
Kastration vs. Sterilisation
Oft wird behauptet, dass Kater kastriert werden und Katzen sterilisiert. Der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation hat allerdings nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern es handelt sich um zwei verschiedene Eingriffe. Heutzutage werden Katzen in der Regel kastriert, da die Kastration neben der Unfruchtbarkeit noch weitere nützliche Vorteile gegenüber der reinen Sterilisation mit sich bringt. (s.o.)
weiterführende Links / Quellen
- http://www.odo.in-berlin.de/kastration.html - gesundheitliche Gefahren für unkastrierte Katzen
- http://www.tierarztpraxis-koelbl.de/pdf/kastration_katzen.pdf



